DIE MASSNAHME
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DIE MASSNAHME

DIE MASSNAHME

Bertolt Brecht, Hanns Eisler

Berliner Philharmonie

Erste Wiederaufführung in der originalen Form mit 300 SängerInnen

Regie

Fabiane Kemmann

Künstlerische Begleitung

Barbara Nicolier

Musikalische Leitung

Marcus Crome

Mit

Margarita Breitkreiz, Bernd Grawert, Ole Lagerpusch, Matthias Rheinheimer, Reiner Steinweg, Reinis Vidulejs

Sopran

Winnie Böwe

Chor

Con Passione, Coro Contrapunto, Erich-Fried-Chor, Ernst-Busch-Chor, Gebärdenchor, GEBEWO-Brückeladen-Chor, Hanns Eisler Chor, Hard Chor "ELLA", Politchor, RATTEN 07, Projektchor mit SängerInnen des Chores der werktätigen Volksbühne und SängerInnen in singulärer Initiative

Orchester

Volksbühnenorchester Maßnahme 2008

DIE MASSNAHME

Bertolt Brecht, Hanns Eisler

Berliner Philharmonie

Erste Wiederaufführung in der originalen Form mit 300 SängerInnen

Die Maßnahme - Kind sieht zu
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Die Maßnahme, Lehrstück von Bertolt Brecht, Hanns Eisler Opus 20, Philharmonie Berlin 2016

Wer hätte jedoch gedacht, dass „Die Maßnahme“ einmal zurückkehren würde an ihren Aufführungsursprung, zumindest viruell. Der war nämlich im Dezember 1930 die alte Philharmonie. Die gibt es zwar nicht mehr, aber umso schöner, dass dieses hochpoetische, den Hoffnungen der Oktoberrevolution in Russland entsprungene Lehrstück nun im Kammermusiksaal des Hans-Scharoun-Baus aufs Würdigste wiederholt worden ist. Mit einer geballten Ladung an Chören aus allen Ecken der Hauptstadt, an die 300 engagierten Laiensängerinnen und -sängern, mit einem nicht minder engagierten Bläserensemble plus Klavier, Pauken und Schlagzeug, mit der so bewährten wie exzellenten Eisler-Interpretin Winnie Böwe und einem Agitatoren-Quartett aus jungen Schauspielern, die mit den Chören und Instrumentalisten das Lehrstück in den Rang der Tragödie führten. Die Regie hatte Fabiane Kemmann inne. Der Kammermusiksaal platzte aus den Nähten. Ein kühnes Projekt. Trotz mancher technischer Abstriche durften die Hörer in der Berliner Philharmonie eine Tragödie von shakespearescher Größe erleben. Stefan Amzoll, Mitgefühl? Ein Fehler, Neues Deutschland 2016
Die Musik Eislers besitzt ihre eigene Ästhetik, die nichts mit romantischer Schönheit zu tun hat. Aber eines hat sie jetzt schon erreicht: die Herzen und Köpfe zu öffnen für eine heute immer noch aktuelle Botschaft: Ändere die Welt, sie braucht es. Heino Rindler, Brechts Lehrstück als Konzert, Deutschlandfunk Kultur 2016
In Eislers Musik schlagen dazu immer wieder Bachs Passionen durch. Starker Tobak, den erst die Nazis verboten und nach dem Krieg Brecht selbst. Eislers Kunst gewinnt noch immer eine staunenswerte Gegenwart. Dass es dem Autor letztendlich nicht gelang, sein eigenes Stück auszulöschen, ist ein befreiendes Signal dieser Wiederaufführung. Ulrich Amling, Ausgelöscht und auferstanden, Tagesspiegel 2016
Die vier Agitatoren waren mit Margarita Breitkreiz, Bernd Grawert, Ole Lagerpusch und Matthias Rheinsheimer erstklassig besetzt. Ihr Spiel im Spiel („Stellt dar, wie es geschah!“) zitierte durchaus gewitzt verschiedene Darstellungsstile des Brecht-Theaters, das vom betont improvisatorischen „vom Zettel ablesen“ und „Handlungen nur andeuten“ über engagiertes und satirisches Agitprop-Spiel bis zu verfremdeten Dialogen mit versetzten Echo-Effekten reichte. Brechts biblische Sprache der Maßnahme kam dabei mit voller Wucht zur Geltung. Selbst noch in den Ansagen der Szenentitel durch Reiner Steinweg und Reinis Vidulejs wurden interessante Zwischentöne getroffen. Peter Deeg, Die Maßnahme mit 300 Stimmen in Berlin, Eisler Mitteilungen 2016
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